Ein Meilenstein für die regionale Pflegeinfrastruktur in Oberösterreich: Mit einem Investitionsvolumen von rund netto 15 Millionen Euro entsteht in St. Georgen im Attergau ein hochmodernes Bezirksalten- und Pflegeheim (BAPH), das neue Maßstäbe in Sachen Lebensqualität, sozialer Integration und Nachhaltigkeit setzt. Als innovativer Ersatzbau für das bestehende Heim vereint das Projekt modernste Pflegekonzepte mit ökologischer Architektur und einer zukunftsweisenden Energieversorgung.
Modernes Wohnkonzept mit Wohlfühlcharakter und sozialer Synergie
Das neue Pflegeheim ist konsequent auf die Bedürfnisse älterer und pflegebedürftiger Menschen ausgerichtet. Auf einer Brutto-Grundfläche von rund 5.200 m² bietet die barrierefreie Einrichtung Platz für 72 Bewohnerinnen und Bewohner. Der Neubau setzt auf das zukunftsweisende Wohngruppen-Modell: Sechs Wohngruppen mit jeweils zwölf Bewohnerinnen und Bewohnern schaffen überschaubare Strukturen, eine familiäre Atmosphäre und beste Voraussetzungen für eine individuelle Betreuung. Ein besonderes Highlight des Projekts ist die direkte, geschossweise Anbindung an ein parallel entstehendes „Vitales Wohnen“ (ViWo). Dieses Wohnmodell der regionalen gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft GSG umfasst 26 barrierefreie Wohneinheiten. Es ermöglicht SeniorInnen und bedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden – kombiniert mit zahlreichen Angeboten aus dem direkt angeschlossenen Alten- und Pflegeheim.
Regionale Kulinarik: Produktionsküche als Versorgungsknotenpunkt
Ein Herzstück des Neubaus ist die integrierte, hochmoderne Produktionsküche. Sie stellt nicht nur die frische, ausgewogene und gesunde Verpflegung der Heimbewohnerinnen und -bewohner sicher, sondern fungiert als kulinarischer Knotenpunkt für die gesamte Region. Von hier aus werden künftig auch externe Einrichtungen sowie soziale Dienste (wie z. B. „Essen auf Rädern“) mit hochwertigen Mahlzeiten versorgt.
Moderne Architektur für hohe Lebensqualität
Auch in baulicher Hinsicht setzt das Projekt Maßstäbe. Während das Erdgeschoss in einer robusten Stahlbetonbauweise errichtet wird, kommt in den Obergeschossen die innovative CLT-Holzbauweise (Cross-Laminated Timber / Brettsperrholz) zum Einsatz. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Nahwärme, eine reversible Luftwärmepumpe und eine Photovoltaikanlage. So entsteht ein klimafreundliches Gebäude, das sowohl energieeffizientes Heizen als auch angenehmes Kühlen in den Sommermonaten ermöglicht.
Feierlicher Baustart
Beim Spatenstich gaben hochrangige Persönlichkeiten gemeinsam den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten, an der Spitze Landesrat Dr. Christian Dörfel als für den Sozialbereich ressortzuständiges Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung. Flankiert wurde er vom Obmann des Sozialhilfeverbands Vöcklabruck, Bezirkshauptmann Dr. Johannes Beer, der Geschäftsstellenleiterin des Sozialhilfeverbandes Vöcklabruck Theresa Gstöttner BA, MA, Bürgermeister Friedrich Mayr-Melnhof, B.Sc., Architekt Mag.art et Mag.arch Dietmar Neururer, Architekt DI Simon Neururer, Projektleiter DI Adi Rieger und anderen. „Wir bedanken uns beim Sozialhilfeverband Vöcklabruck für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darauf, dieses bedeutende Projekt bis zur geplanten Fertigstellung Anfang 2028 erfolgreich umzusetzen“, erklärte Adi Rieger.
Projektdaten auf einen Blick
- Investitionsvolumen: rund 15 Mio. Euro netto
- 72 Pflegeplätze in sechs Wohngruppen
- Grundstücksgröße: 5.302 m²
- Bruttogrundfläche: 5.242 m²
- Nettogrundfläche: 4.534 m²
- Stahlbeton-Holz-Hybridbauweise mit CLT-Holz in den Obergeschossen
- Energieversorgung über Nahwärme, reversible Luftwärmepumpe und Photovoltaik
- Geplante Fertigstellung: Anfang 2028
Fotos © Sozialhilfeverband Vöcklabruck – Planung neururer architekten zt gmbh

